Gedichte halten Augenblicke fest – fast

Den Augenblick festhalten; das Schöne da behalten; den Anblick weiter genießen; den Ohrenschmaus fortwährend auf sich einfließen lassen. Das versuchen Gedichte; und scheitern gleichzeitig daran. Denn nur in der Ewigkeit ruht der Augenblick, das Vollkommene vor meinem dann geschlossenen Auge.

Anbei folgen dennoch einige kurze Versuche, die ich in den letzten Wochen auf Twitter veröffentlichte. Es waren schnelle, geschwinde, spontane Texte; ob sie gelingen entscheidet die Leserin, der Leser.

 

Geesthacht

Auf Pump

speichert hier

ein Werk

Kraft

(21. August)

 

 

Die beiden Stieglitze in

der Früh

 

Bild gezwitscherter

Trautseligkeit

(14. August)

 

 

Poesie der Meteorologie

Höhentief

Kaltlufttropfen

(11. Juli)

 

 

ich lasse mich

vom Sonntag

aus zur ruhe

bringen

(17. Juni)

 

 

Grau in grau

kabelt es

durch den

Himmel

(14. August)

 

 

in heidelberg enden

straßen waldig in den

hügeln greifswald aber

feldert

(13. Juni; für H. Richter)

 

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