Die Schule von Jyväskylä – ein finnisches Gebet

Derzeit lese ich die inoffizielle Festschrift für Kari Palonen „In Debate with Kari Palonen“ (hrsg. von Wiesner/Roshchin/Boilard, Baden-Baden: Nomos 2015). Das Buch enthält viele Passagen, die das akademische Ambiente rund um die finnische Stadt Jyväskylä preisen. An der Universität dieser Stadt lehrte Kari Palonen bis vor kurzem Politikwissenschaft. Eine Besprechung der Festschrift folgt hier in Bälde.

Jyväskylä steht aber nicht nur für eine bestimmte „Schule“ der historisch bzw. begriffsgeschichtlich interessierten Politikwissenschaft. Die Stadt und die sie umgebende Landschaft gibt es auch in der Wirklichkeit von Topografie und Geografie, von Flora und Fauna.

Das folgende Gedicht – verfasst nach einem Besuch in Jyväskylä 2006 und 2007 veröffentlicht in der Zeitschrift „Christ in der Gegenwart“ – mag an diese Wirklichkeit erinnern; auf freilich recht österliche Weise.

Finnisches Gebet

Dereinst lag das Eis auf diesem Land

und schnitzte Welle um Welle

diese Hügel heraus

ließ zurück

ein grünes Meer

geschnitzt hat auch mich

Dein Wort

Span um Span fällt ab von mir

der Tod

 

© Burkhard Conrad

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s